Schen is am "Wuidnkogel"
1.600 Höhenmeter, 18km Wegstrecke
Von Matthias Sefciuk
Nach einer phänomenalen Geburtstagstour auf den Großvenediger, wechselten Gabriel und ich
Wir fanden kurzfristig eine Unterkunft im Gasthaus Pfandl in Bad Ischl, wo wir (doch etwas untypisch) den Bierkonsum auf ein Minimum beschränkten und uns schon früh ins Bett begaben. Nach einem reichlichen Frühstück ging es dann zum Ausgangspunkt der Tour beim Parkplatz Rettenbachalm.
Dort angekommen, treibt uns erst einmal der starke Wind die
Morgenmüdigkeit aus. Wir lassen hier schon die Hoffnung einer
langen Gipfelrast schwinden. Eins vorweg: Wir wurden eines Besseren belehrt.
Im gewohnt flotten Tempo geht es gleich los und wir
erreichen schnell die Abzweigung zum Sommerweg Richtung Ischler Hütte. Die
Skitour verläuft aber rein in den Karbachgraben und so lassen wir den bekannten
Sommerweg rechts liegen. Lange zieht es sich sehr flach Richtung Materialseilbahn Ischler Hütte,
doch wir genießen die ruhigen Meter in dem uns noch unbekannten Gebiet.
Schließlich endet der langwierige Teil der Tour bei einem deutlich erkennbaren
Graben Richtung Osten.
| Im Bärkogelgraben |
Konstant steil geht es den Bärkogelgraben hoch zur Karalm,
wo wir eine kurze Pause einlegen.
Wir überholen westlich des Altarkögerls dann die erste Gruppe und sind leicht erstaunt, dass weder schwere Beine, noch Blasen an den Füßen heute Probleme machen.Bei ungetrübtem Sonnenschein und überraschenderweise wenig Wind, geht es anschließend in den Sattel zwischen Schönberg und Altarkögerl hoch. Hier mündet auch der Sommerweg von der Ischler Hütte wieder ein.
| Eine wunderbare Gegend |
| Beginn des Gipfelhanges |
| Dolinen: Typisch für das Tote Gebirge |
Jetzt trennt uns also nur mehr der lange Gipfelhang von der
verdienten Pause und grandiosen Aussicht nach Norden zum Traunstein und
Höllengebirge. Bereits im Aufstieg wird uns klar, dass wir heute eine
Traumabfahrt genießen dürfen, denn selbst der sonst recht abgeblasene und/oder
eisige Gipfelhang weist eine ausreichende Schneedecke auf.
Nach knapp über 3 Stunden stehen wir dann am Gipfel des
Schönberges. Leider haben wir mit der Aussicht etwas Pech, das diffuse Licht
trübt unsere Sicht deutlich, aber das stört uns wenig. Viel zu groß ist die
Freude über die zweite gemeinsame Skitour dieses Wochenendes und der starken
Leistung der letzten beiden Tage. Leichtem Wind zum Trotz, bleiben wir ca. 1
Stunde am Gipfel, der sich langsam füllt. Mehrere Gruppen haben heute ebenfalls
den Weg auf den Schönberg gefunden und bringen hinsichtlich der Erschöpfung nur
mehr ein zaghaftes „Berg heil“ raus.
| Immer wieder schön am Schönberg |
| Sehr diesig am heutigen Tag |
Der beste Teil der Tour soll aber nun folgen: die Abfahrt.
Und was soll man sagen außer „genial“. Herrlicher Pulver vom Gipfel bis zur
Forststraße. Auf dieser ist es dann leider, auf Grund der schon fortgeschrittenen
Tageszeit ,ziemlich weich, was ab und zu Stockeinsatz notwendig macht.
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