9. August 2015: Hitzeschlacht beim Kainacher Bergmarathon










26. Kainacher Bergmarathon
44 Kilometer & 1.800 Höhenmeter

Bericht: Moritz Mayer









Bereits zum 26. Mal lädt der TUS Kainach zum Bergmarathon in die Steiermark ein. War dieser Lauf letztes Jahr noch die Staatsmeisterschaft im Bergmarathon, ist er dieses Jahr wieder eine ganz normale Lauf-Veranstaltung. Dennoch waren  wieder zahlreiche hochkarätige Läufer am Start. Auch für mich war es  Zeit an dieser Veranstaltung teilzunehmen und somit bewegte ich meinen fahrbaren Untersatz bereits um 4:00 Uhr morgens vom Innviertel aus in Richtung Kainach. Das kleine gallische Dorf Kainach ist eine Gemeinde mit 1679 Einwohnern im Bezirk Voitsberg in der Steiermark.

Dort angekommen, wurde erstmal die Startnummer aus der Volksschulturnhalle geholt. Neben den vielen starken Läufern vom LTV-Köflach, war heute auch „6-Stunden-Lauf“ Weltrekordhalter Gabor Muhari am Start (der auch zugleich Sieger dieses Laufes wurde), sowie noch viele andere namhafte Läufer.












Ich kannte ja leider das Grazer-Bergland bis zu diesem Zeitpunkt kein bisschen und somit war dieser Lauf für mich ein großes Fragezeichen. Alles was ich wusste war, dass es anfangs 15 Kilometer durchgehend flach bergauf bis zur Zeißmannhütte ging und anschließend nur noch kleine Gegenanstiege und viele Flachpassagen auf mich warteten. Da 1.800 Höhenmeter auf 44 Kilometer ja nicht unbedingt viel sind, war von Anfang an klar, dass bei diesem Lauf eher die „normalen Läufer“ den Ton angeben werden und nicht irgendwelche Höhenmeter-Spezialisten.Um Punkt 9:00 Uhr morgens ertönte der Startschuss und ich bewegte mich langsam über die Startlinie.




Um nicht denselben Fehler zu machen wie beim Traunsee-Bergmarathon, lief ich anfangs noch mit dem hinteren Feld die ersten zwei flachen Kilometer. Erst nachdem es anschließend bergauf ging, begann ich langsam zu überholen. Die ersten 15 Kilometer und zugleich knapp 1.000 Höhenmeter rauf zur Zeißmannhütte sind stets flach ansteigend und man muss sich seine Kräfte wirklich gut einteilen um die meiste Zeit durchlaufen zu können.

Anfangs läuft man noch auf asphaltierten Straßen, ehe man dann auch Forststraßen und Wiesenwegen umsteigt. Die Temperaturen waren jetzt schon ziemlich heiß und man freute sich über jedes Stückchen Schatten. Bei den Laben machte ich immer ein bisschen länger Pause als die anderen und schaute, dass ich genug Wasser zu mir führen konnte. Nach gut 1:30 Stunden erreichte ich dann die Zeißmannhütte, welche auf 1.580 Metern liegt. Ich fühlte mich gut und konnte auch bis hier hin einige Läufer überholen.




Nach kurzer Wasserzufuhr lief ich weiter. Zuerst ein Stückchen zurück und dann in Richtung Roßbachalpe. Zu dieser sogenannten Roßbachalpe sind es nochmal 200 sehr steile Höhenmeter welche mir natürlich gerade recht kamen. Ich liebe das steile Gelände und somit konnte ich auf diesen 200 Höhenmetern noch einmal vier Personen überholen. Wenn man die Roßbachalpe erreicht hat, befindet man sich am höchsten Punkt der Strecke. Ab hier wird dann das Gelände technisch schwieriger was ich ebenso bevorzuge. 

Nun folgt der Mittelteil der Strecke in dem es viele Flachpassagen gibt und immer wieder kleine Gegensteigungen. Ich war nun bereits am 10. Rang und konnte auf meine Verfolger auf den nächsten Kilometern einen guten Vorsprung rauslaufen. Bei Kilometer 27,5 befindet sich das Gasthaus Krautwasch. Hier hatte ich mich kurz vorher noch verlaufen, da ich dachte dass ein Kuhgitter eine Absperrung sei und somit bin ich leider noch einmal  einen Kilometer zurück gelaufen. Mit Wut im Bauch konnte ich allerdings danach wieder Gas geben.



Ab nun wurde es heißer, da es bereits nach Mittag war und sich die Laufstrecke wieder in tiefere Gefilde verlegte. Bei Kilometer 35 erreicht man dann einen Punkt der den Namen „Heilige Wasser“ trägt. Hier konnte mich meine Freundin noch ein letztes Mal motivieren, doch leider waren meine Kräfte dann bei Kilometer 37 aufgebraucht und ich wurde immer langsamer und musste viele Passagen gehen.

Nun lief einer nach dem anderen von hinten vorbei, was etwas demotivierend war. Ab dem Ortsschild Kainach  sind es nur noch zwei Kilometer bis ins Ziel und nach einem kurzen Sprint-Duell auf der Zielgeraden erreichte ich dieses auch. Heilfroh und etwas benommen von der vielen Sonneneinstrahlung stand ich also als 17. im Ziel und ruhte mich erst mal etwas aus.















Bei der Siegerehrung durfte ich mir als Klassensieger dann auch noch einen Käsekorb der Firma „Schärdinger“ und eine Geimeinde-Chronik abholen. Im Großen und Ganzen ein tolles Rennen für mich. An dieser Stelle will ich mich auch noch einmal beim TUS Kainach für dieses tolle Event bedanken. Die Laben und alles andere an der Strecke hatte super gepasst und somit konnte ein tolles Rennen gelaufen werden.

So schön dieser Tag auch war, überschattete leider ein tragischer Todesfall eines Läufers dieses Event… Wir wünschen der Familie des verstorbenen viel Kraft in dieser schweren Zeit!

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