Vorhang auf, erster Akt , Schoberstein: Eine Generalprobe, die 24Stunden dauert




Bild: WSV Trattenbach




Am Samstag steigt in Trattenbach die zweite Auflage der 24-Stunden-Challenge am Schoberstein. Ein erster Testlauf für das große Projekt Anfang September.

Vorbericht von Gabriel Egger









Marmor, Stein und Eisen bricht, aber diese Liebe nicht: Der WSV Trattenbach und der Schobersten führen eine ganz besondere Beziehung und haben dabei auch schon das verflixte siebte Jahr hinter sich gelassen : Laufarena, Trainingsberg, Ort der Begegnungen und Rückzugsmöglichkeit. Mit dem 3. Schoberstein-Bergmarathon haben die Verantwortlichen heuer schon einmal gezeigt, wieviel Potential im Reichraminger Hintergebirge steckt. Auch für Sportler, die dem Extremen nicht ganz abgeneigt sind. Nun will man es ein weiteres Mal wissen.

Wenn am Samstag um 12.00 Uhr der Startschuss ertönt, werden sich knapp 50 begeisterte Hobbysportler an ein ganz besonders monotones Projekt wagen. Vom Gasthof Klausriegler in Trattenbach zum Schobersteinhaus und wieder retour. Knapp 600 Höhenmeter sind dabei zu überwinden.   Was daran monoton ist? Die Tatsache, dass sich dieser Weg bis zu 24 Stunden lang nicht mehr ändern wird.  Wem das trotz der Eintönigkeit zu bunt wird, der kann sich erst zur Geisterstunde auf zur wohlig warmen Hütte machen.

"Der Weg kann variiert werden. Klassisch rauf-oder-runter, oder natürlich auch die längere Strecke hintenrum" sagt Bernhard Renöckl. Der Veranstalter meint damit den Weg über die Mandlmaiskapelle und ist bereits jetzt Feuer und Flamme: "Letztes Jahr hatten wir noch vierzehn Teilnehmer, heuer sind es schon fünfzig".

Unterstützt wird die Unternehmung auch von Hüttenwirt Karl Schilcher, der mit einem eigenen Team an den Start geht. Möglicherweise kann ihm sein ehemaliger Beruf in der Wirtschaft von Nutzen sein, geht es doch vor allem um Zeit- und Kraftmanagement.

Wenn es nach Hermann Daucher geht, sollen die Zeiger der Uhr erst nach dem einundzwanzigsten Aufstieg wieder die Mittagsstunde anzeigen. Der Lokalmatador will seinen eigenen Rekord brechen. Zwanzig mal ist ihm das Kunststück "Schoberstein" in 24 Stunden bereits gelungen. Das Wetter wird ihm keinen Strich durch die Rechnung machen: es bleibt angenehm kühl.

Wer also Samstag-Nacht durchs Fernglas auf den Schoberstein lugt und zahlreiche Lichter erblickt, muss nicht zum Telefonhörer greifen um die Bergrettung zu alarmieren: Es sind nur wieder die "Verrückten" unterwegs.



24 Stunden : Schwachsinn oder Leidenschaft?



Was bewegt einen Menschen 24 Stunden lang einen Berg auf-und ab zu laufen? Muss da etwas kompensiert werden, oder läuft man gar vor Problemen  davon? Vielleicht. Vielleicht ist es aber auch einfach nur eine gemeinsame Leidenschaft, die zwar Leiden schafft, aber auch Vergnügen, Freiheit und ein ganz kleines bisschen Stolz. Problemlösungen können sich zudem ergeben: In 24 Stunden hat  man viel Zeit zu überlegen. Sehr viel.

In 36 Tagen ist es dann auch am Traunsee soweit: bergaufundbergab startet das "Projekt des Jahres". Der Schoberstein wird dafür eine mehr als würdige Generalprobe.
























INFOS, DATEN, ZAHLEN:







Samstag, 01. August :  1. Start um 12:00 Uhr beim Alpengasthof Klausriegler

Samstag, 01. August:   2. Start um 23:59 Uhr beim Alpengasthof Klausriegler


Sonntag, 02. August,      Ziel um 12:00 Uhr am Schobersteinhaus








Der Schoberstein ist ein Berg im Reichraminger Hintergebirge in Oberösterreich mit einer Höhe von 1285 m ü. A.. Er befindet sich im Nationalpark Kalkalpen und liegt an der Gemeindegrenze zwischen Ternberg und Molln. Von beiden Gemeinden aus führen Wanderrouten auf den Berg.

Die Schobersteinhütte in unmittelbarer Nähe zum Gipfel ist ganzjährig bewirtschaftet.

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