27. April 2014: Brunnkogel (1.708m)

1.000 Höhenmeter, 8km Wegstrecke

Bis zum Nachmittag sollte der heutige Sonntag ein äußerst angenehmer Zeitgenosse in Sachen Gipfelbesteigung werden und so beschließen wir doch noch etwas skeptisch dem Brunnkogel die Ehre zu erweisen. Besonders Matthias war gespannt, wie es sich bei halbwegs brauchbarem Wetter auf dem bekannten Aussichtsberg im Höllengebirge anfühlt, war ihm doch bei seiner bislang einzigen Besteigung neben Regen auch Orkan und Schneegestöber hold.

Gemeinsam mit Michael, der mich heuer schon per Südgrat auf den Traunstein begleitete, brechen wir zeitig auf um die prognostizierten Sonnenstunden einzuheimsen. Am Parkplatz bei der Taferklause können wir noch optimistisch unsere sieben Sachen packen, denn unser Lächeln spiegelt sich im Azurblau des Himmels. Wenige Minuten später aber besetzen Wolken den Brunnkogel, und weil dieser keine Gallier-Mentalität an den Tag legt, bleibt er auch den restlichen Anstieg lang okuppiert.

Wir zweigen bald vom Normalweg Richtung Hochleckenhaus ab, und wenden uns bei einer Forststraßengabelung nach links um den Gipfel per "Franz-Scheckenberger-Steig" zu erklimmen. Dieser feine, unmarkierte Weg weist einige leichte Kletterstellen auf und ist ein angenehmer Ausgleich zum Menschenauflauf im vorderen Aurachkar.

Der Brunnkogel wird schon bald von den Wolken eingenommen


Auch der Blick Richtung Attersee kann nicht mehr begeistern
Kurz vor dem "Zwischengipfel" der Bischofsmütze (1.446m) wenden wir uns aber dem hinteren Aurachkar zu, um nach einigen abenteuerreichen Expeditionsminuten steil und weglos den breiten Grat des Brunnkogels zu erreichen.

Auf dem Weg durchs hintere Aurachkar
Nach einem, trotz einfallendem Starknebel, kurzweiligen Anstieg erreichen wir den Gipfel des Brunnkogels und Matthias darf sich lediglich über Altbekanntes freuen- nämlich über eine Sicht, die knapp drei Meter beträgt. Kurz haben wir das Gefühl, das Blau des Himmels erspähen zu können, doch als schließlich auch das 14m hohe Kreuz aus dem Blickfeld verschwindet, wissen wir, dass Hoffen und Bangen heute umsonst wären.

Am Gipfel des Brunnkogels
Wir marschieren also am Normalweg zurück und erreichen nach knapp 40 Minuten das Hochleckenhaus, wo wir unsere Energiespeicher wieder auffüllen. Spätestens als uns Hüttenwirt Reini auch noch Schnaps einschenkt, wird uns wohlig warm und wir sind bestens gerüstet für eine Rutschpartie durchs vordere Aurachkar. Hier, am normalen Wanderweg, liegt tatsächlich noch soviel Schnee, dass man in Windeseile und mit einigen "Standsurfeinlagen" die unteren Waldstücke erreicht. Auch wenn Michael noch an seiner Eleganz feilen muss, erreichen wir in nicht einmal einer Stunde wieder den Parkplatz.

Das etwas eigenwillige Gipfelbild
Wer sich noch ein bisschen benebeln will, dem sei ein Blick ins diesmal kurz gehaltene Fotoalbum vergönnt:

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