14.Februar 2014: Freude der Massen: Angerkogel (2.114m)

1.142 Höhenmeter- 11km Wegstrecke
Von Gabriel Egger


Nach dem Schneeschuh-Abenteuer im Sengsengebirge und den überstandenen Terminkollisionen seitens Matthias, konnten wir an diesem Freitag endlich zur lang ersehnten ersten gemeinsamen Skitour in diesem jungen Jahr aufbrechen. Zur Hilfe kam uns am Vortag Frau Holle, die frisches kostbares Weiß aus ihren Polstern schüttelte und und somit ein Schleppen der geliebten Bretter verhindern konnte. Der Ausgangspunkt sollte dennoch gut gewählt sein, glänzen unsere Täler doch in diesem Winter in saftigem Grün. Vom Großen Bösenstein in den Rottenmanner Tauern und dem Scheiblingstein in den Haller Mauern abgekommen, entscheiden wir uns für den Angerkogel, mit dem Matthias noch eine offene Rechnung zu begleichen hatte. Beim Aufstieg vergangenen Dezember brach die Bindung seiner Tourenski und verhinderte ein Weiterkommen- dafür konnte er seine Gleichgewichtssinne bei der folgenden Abfahrt auf die Probe stellen.


Wir starten also um kurz nach 10.00 Uhr beim nur spärlich gefüllten Parkplatz am Pyhrnpass und dürfen erfreut feststellen, dass die für Nachmittag angekündigte Wetterbesserung bereits in den Startlöchern steht. Nur dank der Neuschneeauflage von knapp 10cm können wir die Ski direkt beim Auto anschnallen und marschieren vorerst über die Zufahrtsstraße zur Hintersteiner Alm, die dann doch mit winterlichem Ambiente aufwarten kann.

Auf leicht angezuckertem Untergrund geht es auf der Forststraße zur Hintersteiner-Alm

Vorbei an der idyllischen Hintersteineralm
 Wir queren nach der Alm links in den Wald und steigen in steilen Spitzkehren durch die winterliche Landschaft höher. Matthias leidet heute unter einem Bindungs-Placebo-Effekt, doch das gute Stück erweist  gute Dienste und so lassen wir auch seine Schicksalsstelle ohne Zwischenfall hinter uns.

Steiler Aufstieg durch den winterlichen Wald
 Die Sonne hat sich heute das Warscheneck als Lustobjekt auserchoren und wir müssen vorerst noch in ihrem Schatten auf die umliegende Bergwelt blicken. Kurz grüßt auch der verschmähte Scheiblingstein herüber, bevor er sich beleidigt wieder hinter einer Wolkenbank versteckt.

Die Weitblicke werden immer besser
 Wir erreichen schließlich die Hochfläche unterhalb des benachbarten Nazogl und stehen vor dem wenig steilen Gipfelaufschwung. In der guten Spur kommen wir exzellent voran und auch die ersten Abfahrer sprechen von traumhaften Verhältnissen.

Nach den aussichtsarmen Waldstücken präsentiert sich eine mächtige Bergwelt

Letzter Gipfelaufschwung

Mit kurzen Fell-Abfahrten im Gepäck steigen wir schließlich in der guten Spur den Gipfelhang empor. Die Lawinengefahr hält sich bei dieser Tour in Grenzen, und erfreut  sich deswegen auch den ganzen Winter über großer Beliebtheit. Wir begegnen aber heute nur wenigen Menschen, sicherlich auch wegen der unsicheren Schneelage, dir wir aber heute gekonnt für uns nutzen! Schließlich ist der höchste Punkt erreicht und mein entgeistertes Gesicht trifft auf eine fragende Mimik von Matthias: Es ist windstill! Das Ausbleiben des prognostizierten Föhnwindes lässt aber auch leider die Wolken nur bedingt verschwinden, so macht sich die kalte Temperatur schnell bemerkbar. Neidisch blicken wir aufs Warscheneck (2.388m), das heute den Hauptgewinn gezogen hat.

Wolkenloser Himmel über dem Karstplateau
Die nahen Gesäuseberge lassen den Neid wieder verblassen
Und weil es tatsächlich bald unangenehm kalt wird, müssen wir auch auf diesem Gipfel wieder zu einigen Sprüngen ansetzen!

bergaufundbergab in gewohnter Pose

Die Wolken machen den mächtigen Kalkstock des Grimmings frei
Nach über einer Stunde am herrlichen Aussichtsgipfel fellen wir ab und machen uns bereit für die Abfahrt, die uns dem Aufstiegsweg entlang wieder zum Auto zurückbringen soll. Wir treffen auf feinsten Schnee und genießen die 1.142 Höhenmeter! Ein Wald-Mikado wird im unteren Teil gekonnt umfahren, bevor die Forststraße uns sicher zurück zur Hintersteiner-Alm bringt.

Dem Abschied vom Gipfel....
...folgt eine tolle Abfahrt!
 Die leichte Neuschneeauflage im unteren Bereich der Zufahrtsstraße hat sich auf Grund der warmen Temperaturen bereits wieder verabschiedet und so müssen wir knapp 100m die Latten tragen, bevor es am Straßenrand, über mehr oder minder fahrbaren Untergrund, direkt zum PKW geht! Eine tolle Tour, empfehlenswert auch für jeden Einsteiger, geht zu Ende und wir hoffen dass  der Winter, der schon im Sengsengebirge nur Unentschieden spielen konnte, endlich seiner Favoritenrolle gerecht wird.

Euren Wünschen nach mehr Bildmaterial könnt ihr aber durch einen  Klick auf folgendes Album bereits jetzt gerecht werden!





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